18+. Angebotstext, Bewertung und Anzahl der Bewertungen stammen vom Partner und werden unverändert wiedergegeben. Verfügbarkeit und Bedingungen hängen vom Aufenthaltsort ab. Glücksspiel birgt finanzielle Risiken.
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Altersgrenze 18 Jahre
Aufsicht GGL
Einzahlungsrahmen 1.000 € im Monat
Einsatz je Runde höchstens 1 €
Kurz gesagt
Ob ein Angebot in Deutschland zugelassen ist, lässt sich nicht erfühlen und nicht aus einem Testbericht ablesen, sondern nur nachschlagen. Diese Seite zeigt, wo das Verzeichnis liegt, wie man es liest, was eine Erlaubnis einschließt und was aus ihrem Fehlen folgt.
Thema
Lizenz
Stand
2026-10-29
Altersgrenze
ab 18
Eine Behörde für alle Länder
Seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags am 1. Juli 2021 gibt es in Deutschland eine gemeinsame Stelle für die Erlaubnisse und die Aufsicht im Onlinebereich. Sie heißt Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, sitzt in Halle an der Saale und arbeitet im Auftrag aller Bundesländer. Vorher lagen Zuständigkeiten verteilt bei einzelnen Ländern, was zu widersprüchlichen Entscheidungen führte.
Die Behörde erteilt Erlaubnisse, überwacht die Einhaltung der Vorgaben und führt ein öffentliches Verzeichnis der zugelassenen Veranstalter. Dieses Verzeichnis ist der einzige Ort, an dem die Frage nach der Zulassung verbindlich beantwortet wird. Alles andere, auch Aussagen auf der Seite eines Anbieters, ist Behauptung und kann veraltet sein.
Zum Aufgabenkreis gehört außerdem die Verfolgung unerlaubter Angebote. Die Behörde kann Angebote untersagen und gegen Zahlungsströme sowie gegen die Verbreitung von Werbung vorgehen. Wer bei einem Anbieter ohne Erlaubnis spielt, bewegt sich damit in einem Umfeld, das aktiv zurückgedrängt wird, und riskiert, dass sein Zugang von einem Tag auf den anderen endet.
Eine Erlaubnis ist kein Pauschalpaket
Erlaubnisse werden nach Produkt erteilt, nicht nach Unternehmen. Ein Betreiber kann für Sportwetten zugelassen sein und für Automatenspiele nicht, oder umgekehrt. Deshalb reicht es nicht, den Firmennamen im Verzeichnis zu finden; man muss lesen, welcher Bereich daneben steht. Gerade bei Anbietern, die aus der Sportwette kommen, ist das der häufigste Irrtum.
Nicht bundesweit erlaubnisfähig sind Tischspiele und Übertragungen aus Spielstudios. Auch progressive Jackpots sind an virtuellen Automaten ausgeschlossen. Wer solche Angebote im Menü sieht, sollte das als Hinweis nehmen, dass entweder eine andere Rechtsgrundlage gilt oder der Bereich für Nutzer aus Deutschland gar nicht freigegeben ist.
Produkte und ihre Zulassungslage
Produkt
Bundesweit erlaubnisfähig
Zuständigkeit
Virtuelle Automatenspiele
ja
gemeinsame Behörde der Länder
Online-Poker
ja
gemeinsame Behörde der Länder
Sportwette
ja, eigener Erlaubnistyp
gemeinsame Behörde der Länder
Online-Tischspiele
nein
Entscheidung der einzelnen Länder
Übertragung aus Spielstudios
nein
nicht im Verzeichnis geführt
Progressive Jackpots an Automaten
nein
nach Staatsvertrag ausgeschlossen
So liest man das Verzeichnis
Die Prüfung dauert kaum länger als eine Kaffeepause und besteht aus fünf Handgriffen. Wichtig ist, mit dem Namen der betreibenden Gesellschaft zu suchen und nicht mit dem Markennamen, denn beides fällt oft auseinander: eine Marke kann von einer Gesellschaft mit völlig anderem Namen betrieben werden.
Die Prüfung dauert kaum länger als eine Kaffeepause und besteht aus fünf Handgriffen.
Im Fußbereich der Anbieterseite den vollständigen Firmennamen suchen
Diesen Namen im öffentlichen Verzeichnis der Aufsicht eingeben
Den eingetragenen Bereich lesen und mit dem gewünschten Produkt vergleichen
Auf Nebenbestimmungen und Gültigkeitsangaben achten
Bei fehlendem Treffer unter abweichenden Schreibweisen nachsehen, dann aufgeben
Ein Treffer unter einem ähnlichen Namen ist kein Treffer. Konzerngesellschaften sind rechtlich getrennt, und die Erlaubnis gehört genau einer von ihnen.
Was im Fußbereich einer zugelassenen Seite steht
Lizenzierte Angebote sind zu bestimmten Angaben verpflichtet, und ihr Fehlen ist aussagekräftig. Die folgenden Punkte lassen sich in einer Minute abhaken, ohne sich anzumelden. Sie beweisen keine Erlaubnis, aber ihr Fehlen schließt eine seriöse Zulassung praktisch aus.
Vollständige Firmenangabe mit Rechtsform und Sitz
Hinweis auf die erteilte Erlaubnis und die zuständige Behörde
Erkennbarer Weg zum bundesweiten Sperrsystem
Jugendschutzhinweis und Altersgrenze
Verweis auf kostenlose Beratungsangebote
Auffindbare Angaben zu Einzahlungsgrenzen und Spielprotokoll
Warum eine Lizenz aus Malta hier nicht genügt
Viele Anbieter führen eine Zulassung aus einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union. Für das Angebot in Deutschland ersetzt sie die deutsche Erlaubnis nicht. Glücksspielrecht ist nicht harmonisiert, und jeder Staat regelt den Zugang zu seinem Markt selbst. Eine ausländische Zulassung sagt etwas über die Aufsicht dort und nichts über die Zulässigkeit hier.
Für den Spieler ist der Unterschied nicht akademisch. An die deutsche Erlaubnis sind Mechanismen gekoppelt, die es sonst nicht gibt: der anbieterübergreifende Einzahlungsrahmen, die Anbindung an die bundesweite Sperrdatei, die Vorgaben zu Einsatz und Takt an Automaten und die Abführung der Einsatzsteuer durch den Betreiber. Fehlt die Erlaubnis, fehlen all diese Bremsen zugleich.
Dazu kommt der praktische Punkt im Streitfall. Bei einem zugelassenen Anbieter gibt es eine deutsche Stelle, an die sich eine Beschwerde richten kann. Bei einem Angebot ohne Erlaubnis bleibt nur der Weg in eine fremde Rechtsordnung, oft in einer fremden Sprache und mit unklaren Aussichten.
Was an der Erlaubnis technisch hängt
Die Zulassung ist kein Stück Papier, sondern ein Satz von Anbindungen, die man im Produkt sieht. An Automaten begrenzt die Software den Einsatz auf einen Euro je Drehung und erzwingt eine Pause von fünf Sekunden; eine Automatik zum Weiterdrehen fehlt. Nach einer Stunde Spielzeit erscheint eine Übersicht über Einsätze und Ergebnis.
Im Hintergrund laufen zwei Systeme. Das eine führt den Spielerstatus und den monatlichen Einzahlungsrahmen von 1000 Euro über alle Anbieter zusammen; es heißt LUGAS und verhindert zugleich, dass mehrere Automatenkonten gleichzeitig bespielt werden. Das andere ist das Sperrsystem OASIS, in dem ein Eintrag den Zugang bei allen zugelassenen Anbietern schließt.
Wer beim Spielen beobachtet, dass eines dieser Merkmale fehlt, hat die Antwort auf die Lizenzfrage bereits vor sich. Höhere Einsätze pro Drehung, sofortiges Weiterlaufen der Walzen oder ein Jackpotzähler an einem Automaten passen nicht zu einer deutschen Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele.
Zwei Erlaubnisse, ein Konto
Bei Anbietern, die Wette und Casino führen, liegen beide Bereiche oft hinter einem Login und einem Guthaben. Rechtlich bleiben sie getrennt, und das hat Folgen über die Zulassung hinaus: Aktionen gelten je Bereich, Umsatzbedingungen werden getrennt gerechnet, und die Besteuerung unterscheidet sich, weil an virtuellen Automaten 5,3 Prozent des Einsatzes anfallen.
Bei Anbietern, die Wette und Casino führen, liegen beide Bereiche oft hinter einem Login und einem Guthaben.
Praktisch sollte man deshalb zweimal nachsehen, wenn man beide Bereiche nutzen will. Ein Eintrag für Sportwetten beantwortet die Frage nach den Automaten nicht. Umgekehrt beantwortet eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele nichts über Tischspiele, die ohnehin außerhalb des bundesweiten Rahmens liegen.
Wenn der Anbieter nicht im Verzeichnis steht
Dann gibt es nur eine vernünftige Schlussfolgerung: keine Einzahlung. Das ist keine moralische Frage, sondern eine praktische. Ohne Erlaubnis gibt es keine Aufsicht, die man anrufen kann, keinen gesetzlichen Einzahlungsrahmen, keine Sperrmöglichkeit mit Wirkung über den einzelnen Anbieter hinaus und keine verlässliche Zusage, dass eine Auszahlung überhaupt erfolgt.
Wer bereits Guthaben bei einem solchen Anbieter hat, sollte eine Abhebung beantragen, den Vorgang schriftlich dokumentieren und auf weitere Einzahlungen verzichten. Hilfreich sind Belege über Zahlungen und der vollständige Nachrichtenverlauf. Ob und wie sich Ansprüche durchsetzen lassen, hängt am Einzelfall und gehört in eine rechtliche Beratung.
Häufige Fragen
Wo steht, wer in Deutschland eine Erlaubnis hat?
Im öffentlichen Verzeichnis der gemeinsamen Aufsichtsbehörde, die ihren Dienstsitz in Halle an der Saale hat. Dort sind die zugelassenen Veranstalter mit dem Umfang ihrer Erlaubnis geführt. Aussagen auf Anbieterseiten oder in Testberichten ersetzen diesen Blick nicht.
Reicht eine Lizenz aus einem anderen EU-Staat?
Für das Angebot in Deutschland nicht. Glücksspielrecht ist nicht europäisch einheitlich geregelt, jeder Staat entscheidet über den Zugang zu seinem Markt. Eine ausländische Zulassung sagt nichts über die Zulässigkeit hier und bringt die deutschen Schutzmechanismen nicht mit.
Warum finde ich den Markennamen nicht im Verzeichnis?
Weil dort Gesellschaften geführt werden, nicht Marken. Der richtige Name steht im Fußbereich der Seite, meist mit Rechtsform und Sitz. Mit diesem Namen gelingt die Suche in der Regel sofort.
Gilt eine Erlaubnis für alle Spiele eines Anbieters?
Nein, sie wird je Produkt erteilt. Sportwette, virtuelle Automatenspiele und Online-Poker sind getrennte Bereiche, und einer kann vorliegen, während ein anderer fehlt. Tischspiele sind bundesweit gar nicht erlaubnisfähig.
Woran merke ich beim Spielen, dass eine deutsche Erlaubnis vorliegt?
An der Mechanik: höchstens ein Euro Einsatz je Drehung, eine Pause von fünf Sekunden, keine Automatik und kein Jackpotzähler am Automaten. Dazu kommen ein sichtbarer Einzahlungsrahmen im Konto und ein Hinweis auf das Sperrsystem. Fehlt davon etwas, stimmt die Darstellung nicht.
Kann eine Erlaubnis wieder entzogen werden?
Ja, sie ist an Bedingungen gebunden und wird überwacht. Verstöße können zu Auflagen, Bußgeldern oder zum Entzug führen. Darum lohnt es, vor einer neuen Einzahlung erneut ins Verzeichnis zu sehen, statt sich auf einen alten Stand zu verlassen.
Was mache ich, wenn ich mich über einen zugelassenen Anbieter beschweren will?
Zunächst schriftlich beim Anbieter selbst, mit Datum, Vorgangsnummer und einer klaren Frage. Bleibt das ohne Erfolg, ist die Aufsichtsbehörde der nächste Adressat, weil sie die Einhaltung der Erlaubnisbedingungen überwacht. Der gesammelte Nachrichtenverlauf ist dabei das wichtigste Beweismittel.